Über uns

Was das Team der Mobilen Bullysuppenküche e.V. inhaltlich tut:
Das Hauptaufgabengebiet sieht die Mobile Bullysuppenküche e.V. in der Versorgung und Betreuung der Obdachlosen während unserer Verteilungen. Das heißt, mit Essen, Kleidung, Hygieneartikeln und menschlicher Kontaktpflege vor Ort.
Dazu gehört aber auch die Begleitung von Menschen ohne Obdach bei ihren Sorgen im Alltag und zu unterstützen um gemeinsam Problemlösungen zu finden.

Zu Arztterminen zu begleiten, Ämtertermine durchstehen und ggf. in Krankenhäuser zu begleiten. Manchmal auch die notwendigen Möbel zu beschaffen, wenn eine Unterkunft gefunden ist.

Den Menschen die Unterstützung wünschen möchten wir als Berater und Mensch zur Seite stehen. Damit die unsere Gäste ohne Obdach nicht wieder in ein Loch fallen, wenn sie sich überfordert und alleingelassen fühlen, versuchen wir Kontakt zu halten bis sie gut eingebunden sind.

Wir versorgen hauptsächlich bei unseren Verteilungen oder verabreden uns dort für andere gemeinsame Termine und Unternehmungen.
Wir informieren über konkrete Anlaufstellen in Hamburg und auch über andere Mobile Hilfen!

Den daraus entstehenden finanziellen Bedarf decken wir ausschließlich über Spendenmittel.

Die Tiere von Menschen ohne Obdach betreuen wir so gut wie möglich mit Hundefutter, Leinen oder auch Hilfen für Impfungen oder Kontakte zu Ärzten. Sie sind oft ihr einziger Halt, ihre Familie!

Unsere Gäste ohne Obdach besuchen wir auch zwischen den Verteilungen auf „ihren“ Stammplätzen oder sie kontaktieren uns per Telefon, wenn sie Wünsche oder Gesprächsbedarf haben.

Somit gibt es immer einiges zu tun zwischen den Verteilungen und neben all den vielen organisatorischen Dingen, die zu einer guten Planung dazu gehören. Wir führen Gespräche mit neuen Kooperationspartnern, die die Versorgung auf den Straßen verbessern soll. Außerdem pflegen wir den Austausch mit Helfern und Spendern, ohne die vieles nicht zustande kommen würde, denn unser Konzept lebt von Menschen, die helfen wollen und denen die Hilfe brauchen. Niedrigschwellig und kurzzeitig.

Ferner holen wir Spenden ab, sortieren, kaufen fehlendes an Lebensmittel dazu. Wir bilden aktuelle Teams für die jeweilige Verteilung. Wir übernehmen administratives, wie Kommunikation, Bestellungen, Buchführung, den Bully fit halten und Reinigung aller Materialien vor und nach jeder Verteilung!

Es ist eine Basisgruppe zusammengewachsen, denen die Menschen vertrauen und ihre Sorgen und Wünsche erzählen, denn sie spüren, dass unser Anliegen von Herzen kommt. Ehrenamt bedeutet freiwillige Hilfe. Wir tun, was wir tun, weil wir es tun wollen.

Es hat sich herumgesprochen, dass es bei der Mobilen Bullysuppenküche immer gutes, warmes Essen mit Herz serviert gibt. Ein offenes Ohr für Sorgen und was sonst noch gebraucht wird bei einem Pott Kaffee gibt es immer beim Bullyteam!

Mein Name ist Julia Radojkovic und ich bin nun ehrenamtlich seit März 2014 mobil aktiv auf den Straßen von Hamburg mit meinem Bully unterwegs. Der Auslöser für mich genau dies zu tun war, dass ich immer mehr hungrige frierende Menschen beobachtet habe auf allen Wegen in Hamburg. Es stört mich insgesamt, dass die wachsende Armut in unserer Stadt überwiegend unsichtbar gemacht wird. Ich meine jeder Mensch sollte etwas Warmes im Bauch haben, eine Rückzugsmöglichkeit für seine Intimsphäre eben einen geschützten Raum. Leider sehe ich dazu wenig aktive Veränderungen in unserer Stadt die echte Perspektiven schaffen mit guten Übergänge um wieder ein Teil dieser Gemeinschaft sein zu können wenn man einmal „raus“ war. Die Hürden sind zu hoch das Hilfsangebot zu klein im Verhältnis zum Bedarf! Die Hilflosigkeit, das Gefühl zu haben darauf keinen Einfluss mehr nehmen zu können weil politisch zu wenig vertrauenerweckendes geschieht, hat mich dazu bewogen ganz einfach wärmenden Kaffee und Essen zu den Menschen von Platte zu Platte zu fahren. Ich wurde dazu erzogen das man teilt und gibt wenn jemand hungert und friert.